Israel tötet Journalisten im Libanon
Beirut. Bei einem israelischen Angriff im Süden des Libanon sind am Sonnabend drei Journalisten getötet worden, darunter ein bekannter Korrespondent des hisbollahnahen Senders Al-Manar. Nach Angaben der libanesischen Armee sowie der betroffenen Medien traf der Angriff das Fahrzeug der Journalisten in der Region Jezzine. Die israelische Armee bestätigte die Tötung des Al-Manar-Korrespondenten Ali Schoeib und behauptete, dieser habe einer Eliteeinheit der von Israel bekämpften proiranischen Hisbollah-Miliz angehört. Neben Schoeib seien eine Journalistin des Senders Al-Majadin sowie deren Bruder, ein Kameramann, getötet worden, erklärte die libanesische Armee. Die beiden Sender bestätigten den Tod ihrer Mitarbeiter. Der libanesische Präsident Joseph Aoun sprach auf der Onlineplattform X von einem »offensichtlichen Verbrechen, das gegen alle Normen und alle Verträge verstößt, auf deren Grundlage Journalisten im Kriegsfall internationalen Schutz genießen«. In der vergangenen Woche waren bereits zwei Journalisten des russischen Senders RT bei einem israelischen Luftangriff verletzt worden. Zwei Tage zuvor war der Leiter der politischen Programme von Al-Manar, Mohammed Cherri, gemeinsam mit seiner Ehefrau bei einem Angriff auf seine Wohnung in Beirut getötet worden. Auch der libanesische Gesundheitssektor ist von den israelischen Angriffen stark betroffen. Seit der Ausweitung des Iran-Kriegs auf den Libanon Anfang März wurden nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums bereits fünf medizinische Mitarbeiter und 46 Rettungskräfte getötet. Israel setzte am Sonnabend laut der libanesischen Nachrichtenagentur NNA seine Luftangriffe auf Ortschaften im Südlibanon fort. Die Hisbollah kündigte Angriffe auf israelische Streitkräfte an, die in der Grenzregion vorrücken. (AFP/jW)
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