Nachschlag: Hormus als Waffe
Der Iran sei im Zuge des Kriegs gegen ihn zum regionalen Hegemon am Persischen Golf geworden, behauptet Anusar Farooqui, Autor des Substacks »Policy Tensor«. Das erklärt er, vom wie üblich scharfsinnigen Genossen Nadim interviewt, mit der »Hormus-Waffe«: der Fähigkeit des Irans, die Weltwirtschaft durch Kappung ihrer Gas- und Ölzufuhr derart zu beeinträchtigen, dass jeder längere Krieg, etwa um eine andere Regierung einzusetzen, aufgrund immenser ökonomischer und politischer Kosten nicht zu gewinnen und somit zwecklos ist.
Überlegenheit des Kriegsgeräts hin oder her, am Golf wisse man nun, wieviel der Schutz der USA taugt: nicht viel, wie immer neue Beschüsse kritischer Infrastruktur schmerzlich klarmachen. Selbst die Ultima ratio, eine Bodenoffensive, verspreche angesichts der Größe des Irans – dort leben rund 90 Millionen Menschen, von denen fast die Hälfte mindestens kurz militärisch geschult wurde – nichts als Verluste. Wie die Lakaien der Amis in Asien darauf reagieren, bleibe abzuwarten. (nu)
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