Vorschlag
Jurassic-Markt
Längst kommen nicht mehr nur Antiquitäten unter den Hammer. Auch Dinosaurierknochen werden versteigert. 2023 etwa ging das Skelett eines Tyrannosaurus Rex für 5,6 Millionen Euro über den Tisch. Auch wenn Händler meinen, dass ihre Kundschaft pfleglich und manchmal auch gemeinnützig mit den Fossilien verfährt – dass derlei überhaupt privatisiert werden kann, zeugt davon, dass die tierischen Überreste nicht das Einzige sind, das sich überlebt hat. BRD 2026.
Re: Das Geschäft mit den Dino-Fossilien. Arte, 19.40 Uhr
Künstliche Impertinenz
»Der Mensch, viel unfertiger, aber auch widerstandsfähiger, ist flexibel, er arrangiert sich mit den veränderten Verhältnissen, optimiert sich immer wieder von Neuem, das ist Evolution, ihr innerster Sinn …« So steht es in Enno Stahls im Jahr 2053 handelndem Roman »Menschmaschinen«. Die Zeichen deuten darauf hin, dass sich der Mensch auch nicht mit der Einführung vom maschinellen Lernen vollends abschaffen wird. BRD 2026.
Außer Kontrolle – Haben wir die KI noch im Griff? 3sat, 20.15 Uhr
MassenorganisationBienen, Fische, Vögel – in Schwärmen organisierte Tiere geben als natürliche Ordnungsphänomene dem Menschen Inspiration für seine Technik. Zu sehen ist das u. a. am Drohnenkrieg in Osteuropa. BRD 2026.
Logik der Vielen – Das Prinzip Schwarm. 3sat, 21.00 Uhr
Schwarz-braune HaselnüsseJa, auch abseits von Heino und Kollegah gibt es ihn noch: Der Holperdeutschrock, dessen Erzeuger und Konsumenten nicht rumdrucksen, wenn es um ihr Verhältnis zum deutschen Faschismus geht. Auch heute noch dienen Labels und Versandhandel zur Finanzierung der Naziszene – und Konzerte sowie Festivals sind Orte ihrer Vernetzung. Wohlfühliger ist es parallel beim RBB mit einer Dokumentation über Rosenstolz. Deren politische Agenda war es, dauerhaft 40jährigen Versicherungsfachangestellten aus Randberlin, deren Lieblingsfilm »Die fabelhafte Welt der Amélie« ist, eine Stimme zu geben. BRD 2026.
Neonazi-Konzerte und das Geschäft mit dem Hass. Kein Widerstand im Rechtsrockland?, MDR, 20.15 Uhr
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Leserbrief von Onlineabonnent/in Heinrich H. aus Stadum (11. März 2026 um 19:00 Uhr)Künstliche Impertinenz: Begrenzt empfehlenswert. Viel auf der Anschauungsebene, wenig geistiger Nährwert. In der zweiten Hälfte wird es etwas interessanter. Der einzige, der »Profitinteresse« über die Lippen bringt, ist der Nobelpreisträger in seiner Rede bei der Preisverleihung. Das Dilemma in dieser Sendung ist das gleiche wie mit »Plattformökonomie« oder »Digitalisierung«: Die einzelnen Einsatzbereiche werden nur unscharf getrennt betrachtet, die (Profit-)Interessenlage bleibt weitgehend außen vor. Nachdem ich fünfzehn Minuten Würgereiz durchgestanden habe, konnte ich etwas geistigen Nährwert aus der Sendung ziehen.
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