Für später
Das Werk des westdeutschen Dichters Rolf Dieter Brinkmann (1940–1975) ist längst Literaturgeschichte, das müssen wir Lesern eines Feuilletons, in dem Frank Schäfers Serie »Brinkmanns Brandflecken« erschien, nicht erzählen. Schön, dass man das in Marbach auch so sieht. Das dortige Deutsche Literaturarchiv erklärte den wilden Mann am Mittwoch in einer Presseaussendung sogar gleich zum »Klassiker der Nachkriegsliteratur« und vermeldete zugleich die Übernahme seines Nachlasses. Dieser umfasse Manuskripte, Briefe und Skizzenbücher aus den 70er Jahren sowie Entwürfe und Vorfassungen von Gedichten – davon hat es besonders bezüglich des breit rezipierten Lyrikbandes »Westwärts 1 & 2« sicher eine Menge. Daneben findet man zukünftig in Marbach collagierte Materialhefte, Konvolute und stark annotierte Bücher (etwa die »Lunch Poems« von Frank O’Hara). Über etwaige Erwerbskosten machte das Literaturarchiv keine Angaben. Bereits 2023 hatte Ralf-Rainer Rygulla seinen Vorlass nach Marbach gegeben, darin zahlreiche Briefe und Manuskripte seines alten Kumpels Brinkmann. (jW)
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