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Sportimperialismus
Bristol. Der US-amerikanische Kapitalexport hat den englischen Fußball im Würgegriff. Heute befinden sich elf Mannschaften der Premier League mehrheitlich im Besitz von US-amerikanischen Einzelpersonen, Familien oder Private-Equity-Fonds, berichtete ESPN am Mittwoch. In der EFL Championship, der zweiten Liga Englands, sind es neun. Die drei historisch erfolgreichsten Vereine, Liverpool (Fenway Sports Group), Manchester United (Familie Glazer) und Arsenal (Kroenke Sports & Entertainment), werden von Yankees kontrolliert. Bei diesen Investitionen gehe es um Ruhm und Ego, vornehmlich aber um Geld. »Die Erfolgsbilanz ist überzeugend«, sagte Chris Mann, Leiter der Sportstrategieabteilung bei der Sportsology Group, die bei solchen Investitionen berät, gegenüber ESPN. Mit Manchester United hätten die Glazers ihre Investition von 800 Millionen Pfund Sterling in 20 Jahren vervierfacht. Von Vorteil sei zudem, dass die Einstiegsschwelle im Vergleich zum US-Sport deutlich geringer ist. Die United-Fangruppe ist bereits bedient und kommentierte: »Wir haben vor drei Jahren vor der Amerikanisierung unserer Vereine und unseres Sports gewarnt, und jetzt wird dies Realität. (…) Wenn das so weitergeht, wird der Sport ausgehöhlt, zu einem kommerziellen Produkt ohne Seele.« (jW)
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