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Doping

Dopen für Geld?

Melbourne/Tokio. Der sechsmalige Schwimmweltmeister Kyle Chalmers hat ein lukratives Angebot für die Teilnahme an den Enhanced Games, bei denen Doping gestattet ist, abgelehnt. Die »lebensverändernde« Geldsumme »hätte ihm und seiner jungen Familie ein gutes Leben ermöglicht und bei der Hypothek geholfen«, sagte Managerin Phoebe Rothfield am Donnerstag gegenüber The Sydney Morning Herald. Chalmers treibe nur der »Wettbewerb für sein Land« und die »Liebe zum Sport« an. Der internationale Dachverband World Aquatics hatte im Juni beschlossen, Athleten, die Doping befürworten, von ihren Wettbewerben dauerhaft auszuschließen. Der Wechsel zu den Enhanced Games ist seitdem eine Einbahnstraße.

Gleichentags hat der frühere 100-Meter-Weltmeister und zur Zeit suspendierte Fred Kerley seine Teilnahme an den Enhanced Games angekündigt. Kerley ist der erste Leichtathlet, der sich für das umstrittene Event gemeldet hat. »Der Weltrekord war schon immer das ultimative Ziel meiner Karriere. Jetzt habe ich die Möglichkeit, meine ganze Energie darauf zu verwenden, meine Grenzen zu überschreiten und der schnellste Mensch aller Zeiten zu werden«, freute sich Kerley laut einer Mitteilung der Veranstalter. Zudem winkt ein Preisgeld von 500.000 US-Dollar (424.000 Euro). Und mal ehrlich: Wer sich für Hunderttausende Euros nicht leistungssteigernde Drogen reinpfeifen würde, hat den Bezug zur Sportrealität verloren. (dpa/Reuters/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 19.09.2025, Seite 16, Sport

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