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Ryanair: Streik­verbot und Rücktritt von EU-Chefin

Dublin. Europas größte Fluggesellschaft, Ryanair, hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in einem offenen Brief zum Rücktritt aufgefordert, »sollte sie es weiterhin unterlassen, den Binnenmarkt für Überflüge während französischer Flugsicherungsstreiks zu schützen«. Vergangene Woche begannen die aus Sicht von Ryanair »jährlichen, ›freizeitbedingten‹ Sommerstreiks« der französischen Flugsicherung. Donnerstag und Freitag hätten sie zur Streichung von 1.500 Flügen geführt, wie Ryanair am Dienstag mitteilte. Über 270.000 EU-Bürger und ihre Familien hätten deshalb ihre Reisepläne aufgeben müssen, interpretierte die Fluggesellschaft die Arbeitsniederlegungen. Ryanair-Chef Michael O’Leary ruft angesichts wirksamer Streiks nun erneut nach Staatseingriff und Streikverbot: »90 Prozent dieser Ausfälle hätten vermieden werden können, wenn Überflüge über Frankreich während der Streiks geschützt gewesen wären.« Trotz wiederholter Forderungen der Luftfahrtbranche habe Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen keinerlei Maßnahmen ergriffen, »um den Binnenmarkt für den Luftverkehr während französischer Flugsicherungsstreiks zu schützen und zu verteidigen«. In dem Brief kritisierte O’Leary die »Behauptung der Kommission, dass die Flugsicherung ›nationale Zuständigkeit‹ sei, während der Schutz des Binnenmarktes für den Luftverkehr klar in die Zuständigkeit der EU-Kommission falle«. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 10.07.2025, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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