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Archäologie

Massengrab bei Wien

Archäologen haben am Rande von Wien ein Massengrab mit rund 150 jungen Soldaten aus der Römerzeit entdeckt. Der »Sensationsfund« aus dem Ende des ersten Jahrhunderts weise nicht nur auf einen brutalen Kampf an der Grenze des römischen Reiches hin, betonte das Forschungsteam. Die Kriegsopfer stünden wohl auch mit der Entstehung Wiens in Zusammenhang, hieß es.

Die übereinanderliegenden Skelette kamen bei Arbeiten an einem Sportplatz am Rande der österreichischen Hauptstadt zum Vorschein. Untersuchungen ergaben, dass es sich um fast durchweg gesunde und ungewöhnlich große Männer im Alter von 20 bis 30 Jahren handelt. Ausrüstungsteile, darunter ein Dolch, ein Helmteil und Schuhnägel, wiesen auf die Römerzeit hin.

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Es handle sich um junge Menschen, »die auf grausamste Weise abgeschlachtet wurden«, sagte die Archäologin Michaela Kronberger. Jedes der bislang untersuchten Skelette weist zumindest eine Verletzung auf, die kurz vor dem Tod zugefügt wurde. Bei einem der Soldaten steckte noch eine Lanzenspitze im Beckenknochen.

Der Wiener Stadtarchäologe Martin Mosser wies darauf hin, dass germanische Stämme im Jahr 92 in der Nähe des heutigen Wien eine römische Legion vernichtend geschlagen hatten. Die Donau bildete damals die Nordgrenze des römischen Reiches. Wenige Jahre später gründeten die Römer in Vindobona ein größeres Militärlager, aus dem die Stadt Wien entstand. Dieser Schritt könnte eine Reaktion auf die vorangegangene Niederlage gewesen sein, so Mosser. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 04.04.2025, Seite 10, Feuilleton

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  • Onlineabonnent*in Heinrich H. aus S. 3. Apr. 2025 um 21:24 Uhr
    Haben den Römern Wassermühlen, öffentliche Infrastruktur mit Straßen, Märkten, Aquädukten und sonstigem Kram doch nicht so viel gebracht? Wenn die Germanen sogar Lanzenspitzen in Beckenknochen stecken haben lassen können, dann müssen sie genug davon gehabt haben. Die Legionäre hatten lanzenartige Waffen mit Widerhaken. Mit denen habe sie die Schilder ihrer Gegner durchbohrt und so dafür gesorgt, dass die ohne Schild weiter kämpfen mussten. Diese Spitzen wurden nach dem Kampf (wenn er gewonnen war …) eingesammelt, und zur Wiederverwendung gerade geklopft. Aber alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei.