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Sachsen: Mehr rechte Straftaten

Dresden. Die Zahl von Straftaten mit einem rechten Hintergrund ist 2024 sprunghaft gestiegen. Das ergab eine Auswertung kleiner Anfragen, die Linke-Politikerin Juliane Nagel regelmäßig zu diesem Thema im Landtag stellt. Demnach nahm die Polizei im vergangenen Jahr insgesamt 4.200 Fälle auf – mehr als elf pro Tag und so viele wie nie zuvor im Freistaat, wie die Linksfraktion vergangene Woche im Landtag mitteilte. 2023 waren es noch 2.704. Die meisten Taten (79 Prozent) betreffen sogenannte Propagandadelikte wie das »Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen« und Volksverhetzungen. Die Statistik nennt 105 Körperverletzungen, die sich überwiegend gegen Migranten richteten, hieß es. Zudem wurden fünf Brandstiftungen verzeichnet. Eine Asylunterkunft wurde mit Pyrotechnik angegriffen; dieser Fall wird als Sprengstoffanschlag bewertet. Über 1.000 Fälle sind mit den Attributen »ausländerfeindlich« und »fremdenfeindlich« versehen. Die meisten Taten ereigneten sich in den Städten Leipzig (604) und Dresden (545), gefolgt von den Landkreisen Zwickau (471) und Bautzen (363). (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 12.03.2025, Seite 15, Antifaschismus

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