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Literatur

Fanboy Meyer

Der Schriftsteller Clemens Meyer (»Die Projektoren«) ist mit dem Lessing-Preis des Freistaates Sachsen geehrt worden. Die Auszeichnung ist mit 20.000 Euro dotiert. Der 1977 geborene Autor stelle mit seinem umfangreichen Werk »immer wieder aufs Neue sein herausragendes literarisches Talent und seine Souveränität als umtriebiger Künstler und freier Geist unter Beweis«, begründete die Jury ihre Wahl. Der in Leipzig lebende Meyer war im vergangenen Jahr beim Deutschen Buchpreis leer ausgegangen und hatte seinem Ärger darüber im Spiegel Luft gemacht. »Ich habe gerufen, es sei eine Schande für die Literatur, dass mein Buch den Preis nicht bekommen hat«, sagte er dem Magazin. Mit dem Deutschen Buchpreis habe er abgeschlossen. Rund einen Monat nach der Vergabe der begehrten Auszeichnung hatte Meyer dann den Bayerischen Buchpreis bekommen. Mit Blick auf das Lessing-Drama »Nathan der Weise« sagte der 47jährige in seiner Dankesrede: »Nathan auf allen Schulen, mit allen Schülern, Jahr um Jahr, mehr braucht man nicht zu fordern. Er hat die Realität beeinflusst, den Krieg gebannt, ein Märchen, im besten Sinne erschaffen. Eher einen Traum.« (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 24.01.2025, Seite 10, Feuilleton

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