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Einzelkinder pubertieren früher

Aarhus. Seit einigen Generationen setzt die Pubertät bei Mädchen und Jungen tendentiell früher ein. Mediziner führen diese Entwicklung auf bessere Ernährung zurück. Nun hat ein Team aus Forschern von der Universität Aarhus, vom norwegischen Folkehelseinstituttet, von der Universität Helsinki und vom Max-Planck-Institut für demographische Forschung in Rostock einen weiteren Faktor entdeckt, der allerdings nicht zur umfassenden Erklärung des Phänomens geeignet ist. Die Forscher stellten in einer Langzeituntersuchung von mehr als 10.000 dänischen Kindern fest, dass Einzelkinder statistisch früher zur Geschlechtsreife gelangen als Kinder mit Geschwistern. Ab einem Alter von elf Jahren wurde halbjährlich festgehalten, wie sich die Körper der Probanden entwickeln. Bei Mädchen die Veränderung der Brust, das Einsetzen der Regelblutung und der Wuchs von Schamhaaren. Bei Jungen beobachtete das Forschungsteam neben Bart- und Schamhaarwuchs die Entwicklung der Genitalien sowie den Zeitpunkt von Stimmbruch und der ersten Ejakulation. Bei Mädchen ohne leibliche Geschwister bildeten sich die Merkmale im Durchschnitt fünfeinhalb Monate früher aus, bei Jungen betrug die Differenz viereinhalb Monate. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 26.11.2024, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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