Zum Inhalt der Seite
Götz-George-Preis

Auffällige Haltung

Der Schauspieler Michael Mendl ist mit dem Götz-George-Preis ausgezeichnet worden. Der 80jährige werde für das Ergründen jeglicher Tiefe in Texten und die Haltung in seinen Rollen geliebt, teilte die Jury zur Begründung in Berlin mit. »Verborgen in seinen Augen, der Art seiner Haltung, fällt etwas auf, das seine eigene Kunst des Schauspielens hervorhebt: Es scheint so, als schlüpfe er gänzlich in den Schmerz, zerteile das Lachen in Glück und Unglück, als empfinde er den Hass oder genieße die Liebe der Darzustellenden.« Die mit 10.000 Euro dotierte Ehrung erhalten Schauspieler und Schauspielerinnen, die mit ihrem künstlerischen Wirken die Film-, Fernseh- und Theaterlandschaft geprägt haben.

Mendl wurde 1944 in Lünen geboren. Den Angaben zufolge stand der Schauspieler 25 Jahre lang auf unterschiedlichen Theaterbühnen und hatte unter anderem Engagements in Hamburg, bei den Salzburger Festspielen und an der Volksbühne Berlin. Im Fernsehen sei ihm 1989 der Durchbruch in seiner ersten Hauptrolle als Koslowski im »Tatort«-Krimi »Die Neue« gelungen.

Anzeige

Der Götze-George-Preis wurde 2017 geschaffen und ist nach dem Schauspieler Götz George (1938–2016) benannt. Ausgezeichnet wurden bisher Matthias Habich, Gudrun Ritter, Karin Baal, Peter Striebeck und Angela Winkler. (dpa/jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 28.10.2024, Seite 10, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen

Heute liegt der jungen Welt das achtseitige Extra »wein« kostenlos bei. Die Ausgabe erhalten Sie im gut sortierten Pressehandel für 2,50 Euro.