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Sportpolitik

Mein Pyro raucht auch

Berlin. Das dürfte dem leidenschaftlichen Raucher und Ballversteher nicht schmecken. In sämtlichen deutschen Fußballstadien soll es nach dem Willen der Initiative »Pro Rauchfrei« künftig ein generelles Rauchverbot geben. »Dort, wo der Nichtraucher gezwungen wird, gegen seinen Willen mitzurauchen, und so seine Gesundheit geschädigt wird, hört die Freiheit des Rauchers auf«, sagte Arne Weinhardt von Deutschlands größtem Nichtraucherverein dem RBB. Auf den engen Tribünen seien die Zuschauer gezwungen, den Rauch ihrer Sitznachbarn einzuatmen. Durch die Überdachung der Arenen könne der Rauch schlechter abziehen. In vielen Stadien gelte auch in Familienblöcken beim Nichtrauchen nur Freiwilligkeit. Untersagt ist das Rauchen in der Bundesliga aktuell bei Bayer Leverkusen, der TSG Hoffenheim, dem FC Bayern München, dem SC Freiburg, bei RB Leipzig und Werder Bremen. In der englischen Premier League sind alle Arenen rauchfrei, Verstöße werden bis hin zum Stadionverbot bestraft. Nach dem Wunsch von »Pro Rauchfrei« soll die Entscheidung in der Frage nicht mehr den Klubs überlassen werden. »Gesundheitsschutz ist ein staatliches Rechtsmonopol und darf nicht vom persönlichen Empfinden des Vereins abhängen. Uns wäre also eine bundesweite Lösung am liebsten«, sagte Weinhardt. (dpa/jW)

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 04.10.2024, Seite 16, Sport

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