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Marianengraben: Ich glaub’, mein Wal pfeift

Honolulu. Seltsam klingende Laute, als seien sie nicht von dieser Welt. Im Marianengraben wurden mehrfach Töne aufgezeichnet, deren Urheber bisher unbekannt geblieben ist. Das neuartige Geräusch umfasste einen komplexen, rund dreieinhalb Sekunden langen Laut aus fünf verschiedenen Komponenten, begann mit tiefen Tönen um 30 Hertz und endete mit einem hohen metallischen Geräusch von rund 8.000 Hertz. Nach Auffassung von Meeresbiologen vom NOAA Pacific Islands Fisheries Science Center in Honolulu stammen diese »Biotwangs« von einer lokalen Population von Brydewalen. Diese Bartenwalspezies kommt im äquatorialen und südlichen Pazifik vor. Die Forscher vermuten, dass die Meeressäuger die Laute immer dann ausstoßen, wenn sie sich innerhalb der Gruppe verständigen. Warum aber wurden sie nirgendwo anders gehört als im Seegebiet rund um die Marianen? Brydewale bleiben – anders als andere Bartenwale – meist innerhalb einer Meeresregion und bilden dort lokale Populationen, erklären die Meeresbiologen. Das Entscheidende jedoch: Die verschiedenen Brydewalpopulationen entwickeln jeweils eigene »Dialekte«. Neben den für alle Wale dieser Art typischen Rufen äußern sie spezifische, rein regionale Laute. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 24.09.2024, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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