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Moskau sieht hinter Vorstoß Geheimdienste

Moskau. Russland sieht laut einem Zeitungsbericht westliche Geheimdienste als Drahtzieher hinter dem jüngsten ukrainischen Vorstoß in die russische Region Kursk. »Die Operation der ukrainischen Streitkräfte im Gebiet Kursk wurde unter Beteiligung der Geheimdienste der USA, Großbritanniens und Polens vorbereitet«, zitierte Reuters am Mittwoch die russische Zeitung Iswestija. Die beteiligten Einheiten hätten ihre Kampfkoordination in Ausbildungszentren in Großbritannien und Deutschland durchgeführt, hieß es unter Berufung auf den russischen Auslandsgeheimdienst SWR. Militärberater aus NATO-Staaten hätten dabei geholfen, Einheiten der ukrainischen Streitkräfte zu führen, die auf russisches Territorium vorgedrungen seien, sowie bei der Handhabung westlicher Waffen und Ausrüstung. Auch Satellitenaufklärungsdaten seien zur Verfügung gestellt worden. (Reuters/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 22.08.2024, Seite 7, Ausland

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  • Istvan Hidy aus Stuttgart 21. Aug. 2024 um 22:40 Uhr
    Moskau bewertet die Situation zutreffend. Neben der Sabotage an den Nordseepipelines stellt auch dieser Vorstoß eine weitere Belastung für die Ukraine dar. In den USA wird damit kurzfristig erreicht, dass Bidens Unterstützung als gerechtfertigt erscheint, was für die Wählerschaft der Demokraten vollkommen ausreicht. Im Vergleich zu den Feldzügen Napoleons und Hitlers, die beide bis nach Moskau vordrangen und dennoch scheiterten, ist dieser Vorstoß unbedeutend. Der Westen möchte die Ukraine als unabhängigen Akteur darstellen, ähnlich wie einst Al-Qaida, die zuerst unterstützt und später als Feind betrachtet wurde. Der Westen sucht nach einem Ausweg aus der Affäre und ist bereit, frühere »Partner« fallen zu lassen, wie es bereits mehrfach in der Geschichte geschehen ist. Für Russland bedeutet dieser Konflikt eine bittere Realität: Ein Friede ist derzeit nicht in Sicht, und der Krieg wird bis zum Ende ausgetragen werden, was das Ende der gegenwärtigen Ukraine bedeuten könnte.
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