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Bangladesch: Hasina will zurückkehren

Dhaka. Die frühere Ministerpräsidentin von Bangladesch, Sheikh Hasina, will ihrem Sohn zufolge in ihr Land bei Neuwahlen zurückkehren. Dies sagte Sajeeb Wazed Joy, der in den USA lebt, am Freitag der Tageszeitung Times of India. Die langjährige Regierungschefin war am Montag zurückgetreten und nach Indien geflohen, nachdem die Menschen wochenlang in Protesten ihren Rücktritt gefordert hatten und das Militär ihr die Unterstützung entzog. Am Donnerstag wurde eine geschäftsführende Regierung vereidigt. Hasinas Sohn betonte außerdem, er werde selbst in die Politik gehen, wenn dies erforderlich sei. (Reuters/jW)

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 10.08.2024, Seite 7, Ausland

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  • Joachim Seider aus Berlin 10. Aug. 2024 um 08:31 Uhr
    Wenn der Westen, der Volksaufstände im eigenen Land hasst wie die Pest, solche in anderen Ländern lauthals beklatscht, sollte man immer misstrauisch werden. Hier wird ausschließlich gelobt, was den eigenen Interessen dient. Um mehr Rechte für die Entrechteten geht es dabei weder im eigenen Land noch anderswo. Was uns auch im Falle Bangladeshs über die Medien vermittelt wurde, ist lediglich die Fassade. In Wirklichkeit ging es darum, die Vorteile des Westens abzusichern, die er aus den Niedriglöhnen in Bangladesh seit Jahr und Tag zieht. Und den Chinesen an ihrer Südflanke strategisch eins auszuwischen. Eines Tages wird man erkennen: Auch das war eine Farbenrevolution wie sie im Buche steht. Und deren eigentliche Hauptakteure gar nicht die Völker Bangladeshs waren.
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