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Präparate für Abbruch in Louisiana strafbewehrt

Baton Rouge. Der US-Bundesstaat Louisiana will den Zugang zu Medikamenten für einen Schwangerschaftsabbruch einschränken. Das Repräsentantenhaus in Baton Rouge stimmte am Dienstag für einen Gesetzentwurf, der die Präparate Mifepriston und Misoprostol als »gefährliche Substanz« einstuft und den Besitz ohne ärztliche Verschreibung unter Strafe stellt. Er muss noch vom Senat Louisianas und gegebenenfalls vom Gouverneur des Bundesstaats gebilligt werden. Demnach drohen bis zu fünf Jahre Haft und eine Geldstrafe von 5.000 US-Dollar. Zugelassene Ärzte seien davon ausgenommen, ebenso wie schwangere Frauen, wenn sie das Präparat für sich selbst besitzen. Louisiana verbietet fast alle Schwangerschaftsabbrüche, seit das Oberste Gericht der USA im Jahr 2022 das landesweite Recht aufgehoben hatte. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 24.05.2024, Seite 15, Feminismus

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