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Macron denkt über Truppen für Kiew nach

Paris. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat Überlegungen zu einem möglichen Einsatz westlicher Bodentruppen in der Ukraine als Mittel der Abschreckung bezeichnet – und damit die Debatte über das Thema erneut angefacht. »Falls die Russen die Frontlinien durchbrechen und falls die Ukraine darum bittet, müssten wir uns zu Recht diese Frage stellen«, sagte Macron in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit der britischen Zeitschrift The Economist. »Unsere Glaubhaftigkeit hängt auch von der Fähigkeit der Abschreckung ab, indem wir nicht offenlegen, was wir tun oder nicht tun«, sagte Macron. Er bekräftigte seine ursprüngliche Aussage, dass er »nichts ausschließen« wolle. »Ich schließe nichts aus, weil wir jemandem gegenüberstehen, der auch nichts ausschließt«, sagte er mit Blick auf Russlands Präsidenten Wladimir Putin. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 03.05.2024, Seite 1, Ausland

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  • Hermann Taubenberger aus 29451 Dannenberg/E. 2. Mai 2024 um 22:37 Uhr
    Wäre es nicht langsam mal an der Zeit, dass die Herren Stoltenberg, Blinken und Cavoli den notorischen Bellizisten Macron und Sikorski (und den durchgeknallten Scharfmachern aus den drei baltischen Staaten sowieso) die rote Karte zu zeigen? Und an der Zeit, dass der deutsche Bundes-Olaf (auf A. Baerbock hört ja international schon lange niemand mehr) die Herren Stoltenberg, Blinken und Cavoli im Sinne seines Amtseids dazu auffordert, den notorischen Bellizisten Macron und Sikorski (und den durchgeknallten Scharfmachern aus den drei baltischen Staaten sowieso) die rote Karte zu zeigen? Tenor etwa: Verheizt doch eure Soldaten für den ukrainischen Nationalismus, wenn ihr nicht anders könnt. Seid euch aber gleichzeitig gewiss, dass ihr mit euren penetrant eskalatorischen Alleingängen die Beistandsverpflichtung aus Art. 5 NATO-Vertrag verwirkt. Es wäre m. E. nicht nur »an der Zeit« – es ist überfällig!
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