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Kolumbien: Proteste gegen linken Präsidenten
Bogotá. In Kolumbien haben am Sonntag (Ortszeit) Hunderttausende Menschen gegen die Regierung des linken Staatschefs Gustavo Petro demonstriert. Zu den Kundgebungen hatten Oppositionsgruppen, Gesundheitsverbände sowie frühere Verbündete des Präsidenten aufgerufen. Auf Kritik stoßen etwa Pläne zur Verstaatlichung des Gesundheitswesens oder zu große Zugeständnisse an bewaffnete Gruppen im Rahmen der Friedensgespräche. Petro äußerte sich im Onlinedienst X zu den Protesten: Es habe in Medellín, Bogotá und Bucaramanga große Demonstrationen gegeben, in 18 weiteren Städte seien sie aber »schwach« gewesen. »Das wesentliche Ziel der Märsche ist es, ›Petro raus!‹ zu rufen und die Regierung zu stürzen«, schrieb er und sprach von einem »sanften Putsch«, mit dem Reformen vereitelt werden sollten. Für den 1. Mai rief er zu einem großen Proregierungsmarsch auf. (AFP/jW)
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