Zum Inhalt der Seite
Populäre Kultur

Moses P. hört auf

Mit dem Rödelheim Hartreim Projekt wurde er vor 30 Jahren bekannt, jetzt kündigt Rapper Moses Pelham seinen Rückzug von der Bühne an.Im Herbst nächsten Jahres soll sein finales Album »Letzte Worte« erscheinen, das allerletzte Konzert ist am 21. Dezember 2024 in seiner Heimatstadt Frankfurt geplant. Mit dem Abschied beschäftigt sich Pelham schon lange. Er arbeite seit mehreren Jahren an dem Album, sammle Ideen und schreibe Lieder: »Wenn man einen Zaubertrick vorführen, also ein Kaninchen aus dem Hut zaubern will, ist es echt ganz gut, irgendwann mal eins reingetan zu haben.«

Pelham gilt als Pionier des Deutschrap. Schon als Teenager landete er mit seiner ersten Solo-Single »Twilight Zone« in den deutschen Charts. Später gründete er »Pelham Power Productions«. Als Teil des 1993 gegründeten Rödelheim Hartreim Projekts gilt er als einer der Mitbegründer des deutschsprachigen HipHop. 1998 wird er mit dem Echo zum »Produzent des Jahres« gekürt. 2020 bekommt er den Ehrenpreis der deutschen Schallplattenkritik. Seine Karriere ist auch begleitet von einem seit rund zwei Jahrzehnten andauernden Streit mit der Band Kraftwerk. Für einen Setlur-Song hatte Pelham ungefragt einen Zwei-Sekunden-Rhythmus der Elektropop-Pioniere aus Düsseldorf verwendet. Das Verfahren soll nun erneut vor den Europäischen Gerichtshof (EuGH) gehen. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 16.11.2023, Seite 11, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!