Zum Inhalt der Seite

Israel: Ultrareligiöse nach Spuckattacke in Haft

Ostjerusalem. Nach Videoaufnahmen von streng religiösen Juden, die in Ostjerusalems Altstadt auf christliche Pilger gespuckt haben, sind nach Polizeiangaben fünf Tatverdächtige festgenommen worden. Die israelische Polizei teilte am Mittwoch mit, die Festgenommenen – einer davon minderjährig – stünden im Verdacht, auf Pilger oder Kircheneingänge gespuckt zu haben. Polizeichef Doron Turgeman betonte, man werde keine Anfeindungen dulden, weder gegen Christen, Muslime noch gegen Juden. Am Dienstag kursierte ein Video in sozialen Netzwerken, das zeigte, wie ultraorthodoxe Juden in einer Gasse der Altstadt auf Christen trafen, die mit einem großen Holzkreuz unterwegs waren. Mehrere Orthodoxe spuckten als Zeichen der Abscheu in Richtung der Pilger. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 05.10.2023, Seite 7, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!