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Mexiko legalisiert Abbrüche

Mexiko-Stadt. Der Oberste Gerichtshof in Mexiko hat Schwangerschaftsabbrüche landesweit legalisiert. Der Straftatbestand sei verfassungswidrig und verstoße »gegen das Entscheidungsrecht von Frauen und gebärfähigen Personen«, erklärte das Gericht am Mittwoch (Ortszeit). Die Kriminalisierung sei ein »Akt der Gewalt und eine Diskriminierung aufgrund des Geschlechts«. Schwangerschaftsabbrüche sind im katholisch geprägten Mexiko bereits in einem Dutzend der 32 Bundesstaaten legal. Vorreiter war 2007 die Hauptstadt Mexiko-Stadt. Laut der Frauenrechtsaktivistin Sara Lovera mangelte es jedoch an Einrichtungen, die Abbrüche vornehmen, zudem würden viele nicht über ihre Rechte und die Möglichkeiten aufgeklärt. In Argentinien, Kolumbien, Kuba und Uruguay sind Schwangerschaftsabbrüche schon länger legal. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 08.09.2023, Seite 15, Feminismus

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