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Keine Untersuchung zu Prigoschin

Moskau. Russland lehnt eine internationale Untersuchung zum Absturz des Privatflugzeugs von Söldnerchef Jewgeni Prigoschin ab. Eine Beteiligung ausländischer Strukturen an der Aufklärung der Katastrophe sei nicht möglich, weil unter anderem auch wegen einer gezielten Tat ermittelt werde, sagte Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow am Mittwoch der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Gemutmaßt wird, dass an Bord der Maschine ein Sprengsatz detonierte oder eine Flugabwehrrakete sie zum Absturz brachte. (dpa/jW)

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 31.08.2023, Seite 7, Ausland

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  • Onlineabonnent*in Joachim Seider aus Berlin 31. Aug. 2023 um 08:26 Uhr
    Zunächst täuscht die Überschrift. Untersucht wird schon. Aber in nationaler Zuständigkeit. Wenn mich nicht alles täuscht, ist das (auch bei mysteriösen Fällen) die international übliche Praxis. Jedenfalls kann ich mich nicht erinnern, dass bei Abstürzen in den USA, Großbritannien, Deutschland oder Frankreich chinesische, indische oder russische Spezialisten zu ermitteln hatten. »Ja, aber die Russen …!« Die CIA, der britische, der französische oder der israelische Geheimdienst hätten da in der Vergangenheit viel öfter und weitaus begründeter beäugt werden müssen. Aber die sind ja die Guten. Da braucht man das prinzipiell nicht zu tun. Den bösen Russen aber muss man schon grundsätzlich unterstellen, sie hätten gehandelt, wie man selbst es tun würde, wenn es um die Wurst geht.
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