Zum Inhalt der Seite
Fußballrealität

Falsche Bilanzen

London. Nach einer Selbstanzeige des FC Chelsea wegen möglicher Finanzverstöße durch Exeigentürmer Roman Abramowitsch ermittelt die Premier League gegen den englischen Spitzenklub. Wie die Times berichtet, hatte das von Chelsea-Eigentümer Todd ­Boehly und der US-amerikanischen Investmentgesellschaft Clearlake Capital geführte Konsortium auf potentielle Probleme aufmerksam gemacht. Der Londoner Klub hat die Angelegenheit auch dem englischen Fußballverband FA gemeldet.

Unter anderem wird gegen den FC Chelsea wegen mutmaßlicher illegaler Zahlungen in Millionenhöhe an sechs Offshoregesellschaften im Ausland ermittelt. Demnach gehe es um Zahlungen im siebenstelligen Bereich, die offenbar nicht im Rahmen der jährlichen Finanzberichte des Klubs an die FA, die Premier League und die UEFA registriert worden seien. Einige der Offshorefirmen werden Fußballagenten und Vermittlern zugeordnet. Eine Anklage gegen den Klub gibt es aktuell nicht.

Anzeige

Wegen Unregelmäßigkeiten in den Bilanzen musste der Londoner Klub bereits eine Geldstrafe in Höhe von zehn Millionen Euro zahlen. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 10.08.2023, Seite 16, Sport

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!