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Kartellamt stellt Apple unter verschärfte Aufsicht

Foto: Michael Gstettenbauer / IMAGO

Bonn. Das Bundeskartellamt stellt den Technikgiganten Apple unter eine verschärfte Wettbewerbsaufsicht. Die Behörde stufte den Konzern am Mittwoch als Unternehmen mit «überragender marktübergreifender Bedeutung für den Wettbewerb» ein. Die «wirtschaftliche Machtposition» von Apple eröffne dem Konzern «vom Wettbewerb nicht hinreichend kontrollierte Verhaltensspielräume», erklärte Behördenchef Andreas Mundt.

Das Kartellamt argumentierte, Apple verfüge «über marktbeherrschende, mindestens jedoch marktstarke Stellungen auf allen vertikal verbundenen Stufen ausgehend von Smartphones, Tablets und Smartwatches über die eigenen Betriebssysteme bis hin zum Apple App Store».

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Apple will gegen die Entscheidung Berufung einlegen. Das Unternehmen erklärte, die Einordnung des Bundeskartellamts stelle „den harten Wettbewerb, dem Apple in Deutschland ausgesetzt ist, falsch dar». Der Konzern werde weiter mit dem Bundeskartellamt zusammenarbeiten, «um die Bedenken zu verstehen», hieß es. (dpa/jW)

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Erschienen am 06.04.2023, Inland

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