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Literatur

Erwin Riess gestorben

Der österreichische Schriftsteller und Behinderten­aktivist Erwin Riess ist tot. Er starb in der Nacht zum Samstag im Alter von 66 Jahren. Das meldete die österreichische Nachrichtenagentur APA am Sonntag unter Berufung auf den Autor Richard Schuberth.

Riess wurde am 13. März 1957 in Wien geboren und wuchs in Krems auf. Das Studium der Politik- und Theaterwissenschaft führte ihn nach Wien, Berlin und Rostock. Er saß im Rollstuhl, seit er 1980 an einem Rückenmarks­tumor erkrankt war und wurde zu einem der prominentesten Aktivisten für die Rechte Behinderter in Österreich. 1983 bis 1996 arbeitete Riess für das österreichische Wirtschaftsministerium, Schwerpunkt Wohnbauforschung/Barrierefreies Bauen, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete.

Bekanntheit erlangte Riess als Verfasser von Theaterstücken wie »Loibl-Saga«, »Der Zorn der Eleonore Batthyány« und »Herr Grillparzer fasst sich ein Herz und fährt mit einem Donaudampfer ans Schwarze Meer«. Im Otto-Müller-Verlag erschienen seine acht Romane über den im Rollstuhl sitzenden Privatermittler Herr Groll, von dem auch seine literarische Kolumne »Korrespondent Groll« in junge Welt handelte, die er seit 2018 verfasste. Riess schrieb zudem regelmäßig für das Hamburger Magazin Konkret und die Wiener Stadtzeitung Augustin. Zuletzt lebte er in Wien-Floridsdorf und in Kärnten. (jW)

Ein Nachruf folgt

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Erschienen in der Ausgabe vom 28.03.2023, Seite 11, Feuilleton

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