Gegründet 1947 Sa. / So., 4. / 5. April 2020, Nr. 81
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Korrespondent Groll

  • »Faschisten fackeln nicht lange« (Sitz des ungarischen Parlament...
    30.03.2020

    Landverweser Orban oder die Gunst der Stunde

    »Am 22. März ließ Orban verlauten, dass er das Parlament abschaffen werde«, sagte der Dozent. »Er nutzt die Gunst der Corona-Stunde und verpasst dem Parlamentarismus eine politische Quarantäne auf Dauer.«
    Von Erwin Riess
  • Arbeit oder etwas Schlimmeres: Blick ins Innere einer unterirdis...
    16.03.2020

    Die Schande von Prato

    Herr Groll öffnete das Fenster. »Chemiedämpfe! Der Duft der großen Industrie! Aber diese Art von Schönheit ist einem Schöngeist Ihres Schlages wohl nicht zugängig.« Der Dozent klammerte sich an seinen Sitz.
    Von Erwin Riess
  • 02.03.2020

    New Yorker Tagebuch

    Herr Groll nickte anerkennend. Er schätzte den Dozenten, wenn er in Kulturpessimismus verfiel. Angehörige der Großbourgeoisie neigen zu dieser Schwäche.
    Von Erwin Riess
  • »Hat man die Mörder je gefunden?« fragte Herr Groll. Der Dozent ...
    17.02.2020

    La Verità per Giulio Regeni!

    »Sie haben doch vorhin ein weiteres Spruchband mit ›La verità per Giulio Regeni‹ gesehen. Ich habe nachgeschlagen«, fuhr der Dozent fort. »Es gibt dafür eine dramatische, was sage ich, einen tragischen Grund.«
    Von Erwin Riess
  • Produkt faschistischer Industriearchitektur: Municipio di Torvis...
    03.02.2020

    Torviscosa, Friaul

    »Geschätzter Groll! Wissen Sie, was Viskose ist?« – »Eine Zellfaser. Reines Naturprodukt.« – »Falsch!« sagte der Dozent. »Ich korrigiere: nicht komplett falsch, nur halbfalsch.« – »Noch schlimmer«, versetzte Groll.
    Von Erwin Riess
  • Tatsächlich ist kein Boot bekannt, an dem Girolamo gescheitert w...
    20.01.2020

    Meister Girolamo von Marano Lagunare

    Herr Groll befand sich mit dem Dozenten auf der Nordseite der Lagune von Marano. Sein Ziel war eine Reparaturwerft in Marano Lagunare, einem winzigen Städtchen an der Nordseite der Lagune.
    Von Erwin Riess
  • Hermann L. Gremliza 1996 in Frankfurt a. M.
    06.01.2020

    Drei Herren am Berg. Zum Tod von Hermann L. Gremliza

    Es begab sich, dass Herr Groll mit seinem klapprigen Kleinwagen zum Gipfel des Braunsbergs hinauftuckerte. Auf den Rücksitz hatte sich der Schriftsteller Michael Scharang gezwängt, neben Groll saß Hermann L. Gremliza.
    Von Erwin Riess
  • Knietief im braunen Sumpf: Wolfsberg machte Adolf Hitler 1932 zu...
    23.12.2019

    Wolfsberg oder die Stadt der Treulosen

    Herr Groll und der Dozent waren über die Steiermark nach Kärnten vorgedrungen; nicht auf der Autobahn, sondern auf der Packer Bundesstraße, die sich ein unzugängliches Gebirge hinauf- und hinunterwindet.
    Von Erwin Riess
  • »Was ist ein liebenswerter Dreimeterkomodowaran gegen einen Wien...
    09.12.2019

    UN-Tag der Menschen mit Behinderung, 3. 12., Wien

    Der Dozent näherte sich mit hoher Geschwindigkeit auf seiner italienischen Rennmaschine dem Fußgängerübergang bei der Tankstelle hinter Herrn Grolls Gemeindebau. Was er sah, ließ ihn noch stärker in die Pedale treten.
    Von Erwin Riess
  • Lorenz-Böhler-Spital im 20. Wiener Gemeindebezirk
    25.11.2019

    Who’s that man?

    Er habe ein ungewöhnliches Buch gelesen, sagte der Dozent zu Herrn Groll, als sie an den beiden mächtigen Türmen des Wiener Allgemeinen Krankenhauses vorbeikamen.
    Von Erwin Riess
  • Wer ist schon dieser Gabalier? Der wahre Meister des Hirnverkleb...
    11.11.2019

    Franz Lehár und das Ende des Sozialismus

    Herr Groll war mit dem Dozenten in der Westslowakei an der Donau unterwegs. Nach der Überquerung der Donau in Bratislava bewegten sie sich auf der E 575 parallel zum Strom.
    Von Erwin Riess
  • »Man sagt, die Parallelwelten nehmen an Zahl und Vielfalt zu«
    28.10.2019

    Vom Nutzen der Parallelwelten

    Herr Groll und der Dozent sprechen über das zivilisatorische Ziel, angstfrei anders sein zu können, das Abstreifen überkommener Rollenbilder und die Voraussetzung von Emanzipation.
    Von Erwin Riess
  • Auflösung, Abbruch, Verfall – kurz: SPÖ
    14.10.2019

    Wien, die SPÖ-Zentrale nach der Wahl

    »Was wir hier vor uns sehen, ist Verfall. Die SPÖ wird untergehen, ohne es zu einer barrierefreien Parteizentrale gebracht zu haben«, sagte der Dozent. »Sie erwarten nicht, dass ich darüber traurig bin«, erwiderte Groll.
    Von Erwin Riess
  • Die Wiege der Erdölverarbeitung stand an der slowakischen Donau:...
    30.09.2019

    Erdöl, Donaukraft und Religion

    »Dass Sie Ihre antikommunistischen Reflexe nicht loswerden, wundert mich nicht«, sagte Groll. »Von allen Werten, die Ihre Sozialdemokratie immer eisern durchgehalten hat, ist der Antikommunismus der einzig stabile.«
    Von Erwin Riess
  • »Einzig die Großraffinerie ›Slovnaft‹ bot einen optischen Anhalt...
    16.09.2019

    Auf dem Weg nach Dunajská Streda

    Herr Groll und sein Freund, der Dozent, waren unterwegs in der südwestlichen Slowakei und Nordungarn, wo sie die Lage behinderter Menschen untersuchen wollten.
    Von Erwin Riess
  • Bis zur Unkenntlichkeit verfremdet: Das Gelände des ehemaligen K...
    19.08.2019

    Von der Aufdeckung zur Auslöschung

    Wie die Republik Österreich mit der Gedenkstätte des KZ Loibl-Nord verfährt.
    Von Erwin Riess
  • »Kranke starben in der ›Krankenbaracke‹, einer Stätte des Grauen...
    05.08.2019

    Kärnten und das KZ Loibl Nord

    Die Kärntner Politik hatte kein Interesse, auf die KZ-Vergangenheit hinzuweisen, sie erließ ein Aufenthaltsverbot vor der Gedenktafel. Formal war der Erinnerungspflicht Genüge getan, praktisch war die Tafel wertlos.
    Von Erwin Riess
  • Sieht bloß harmlos aus: »Der Weg nach Triest führte über den gef...
    22.07.2019

    Herr Groll am Loibl. Karl VI. und der »Deutsche Peter«

    Am Fuße der weiß in den Himmel ragenden Karawanken, am Ausgang der wilden Tscheppaschlucht, befindet sich auf siebenhundert Meter Seehöhe ein uralter Kärntner Gasthof, der »Deutsche Peter«.
    Von Erwin Riess
  • Sprengungen im Mauthausener Steinbruch »Wiener Graben«, 1941/42
    08.07.2019

    Die Arbeiter von Mauthausen

    »Im Jahre 1876 reagierten die Steinarbeiter auf die sich verschärfende Ausbeutung indem sie den Betriebsführer verprügelten und in einen Bach warfen.« – »Warum nicht in die Donau?« wollte Herr Groll wissen.
    Von Erwin Riess

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