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Mittelmeer: Schüsse gegen Seenotretter

Marseille. Die Hilfsorganisationen SOS Méditerranée und Sea-Watch haben der sogenannten libyschen Küstenwache vorgeworfen, die Rettung von Dutzenden Menschen in Seenot verhindert zu haben. SOS Méditerranée erklärte, die »Küstenwache« habe die Besatzung ihres Rettungsschiffes »Ocean Viking« am Sonnabend mit Schusswaffen bedroht und anschließend 80 Menschen in Seenot in internationalen Gewässern »brutal« abgefangen. Alle Versuche, die »Küstenwache« per Funk von der »Ocean Viking« aus zu kontaktieren, seien unbeantwortet geblieben. Die Besatzung des Patrouillenbootes habe sich zunehmend aggressiv verhalten, mit Schusswaffen gedroht und damit begonnen, Schüsse in die Luft abzufeuern. Angesichts der Bedrohung habe sich die »Ocean Viking« entfernt. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 27.03.2023, Seite 7, Ausland

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