Zum Inhalt der Seite

Äthiopier verklagen Facebook

Addis Abeba. Zwei Äthiopier haben eine Klage gegen Meta eingereicht. Sie werfen dem Facebook-Konzern das Schüren von Hass und Gewalt während des äthiopischen Bürgerkriegs vor. Dem Konzern sei es dabei um Werbegewinne gegangen. In der Anklageschrift führen die Akademiker Abrham Meareg und Fisseha Tekle aus, Meta habe versäumt, ausreichend Personal bereitzustellen, um Inhalte in afrikanischen Sprachen ordnungsgemäß zu moderieren. Mearegs Vater war nach einer Verleumdungskampagne im November 2021 niedergeschossen worden, nachdem auf Facebook seine Tötung gefordert worden war. Sein Sohn hatte Facebook erfolglos gebeten, die Einträge zu löschen. Meareg und Tekle verlangen ein Ende der »systemischen Diskriminierung afrikanischer Nutzer durch Facebook«. Zu ihren Forderungen gehören das schnellere Löschen von zur Gewalt aufstachelnden Kommentaren, die Einstellung von mehr Contentmoderatoren im für das südliche und östliche Afrika verantwortlichen Facebook-Hub Nairobi sowie die Einrichtung eines Entschädigungsfonds. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 22.12.2022, Seite 15, Medien

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!