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Amnesty verteidigt Bericht zu Kiews Kriegführung

Kiew. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) hat auf Kritik an einem Bericht zur ukrainischen Kriegführung reagiert. Man bedauere »zutiefst den Ärger und die Verärgerung, die unsere Pressemitteilung über die Kampftaktiken des ukrainischen Militärs hervorgerufen hat«, hieß es in einer am Sonntag an Reuters verschickten E-Mail. Allerdings stehe man »voll und ganz zu unseren Erkenntnissen«. In einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht warf AI der ukrainischen Armee vor, »wiederholt aus Wohngebieten heraus operiert« und dadurch Zivilisten gefährdet zu haben. Die Ukraine-Chefin von Amnesty, Oksana Pokaltschuk, trat wegen des Berichts, den sie ein »Propagandageschenk für Moskau« nannte, zurück. (Reuters/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 08.08.2022, Seite 2, Ausland

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  • Onlineabonnent*in Erich Rainer K. aus P. 7. Aug. 2022 um 22:03 Uhr
    Warum muss sich Amnesty International für die Verärgerung im »Failed State« Ukraine entschuldigen? Die Wahrheit, die bereits von den Russen gemeldet wurde, kommt ans Licht, auch wenn es den Ultranationalisten um Selenskij und ihren faschistischen Brüdern im Geiste nicht in den Kram passt. Dass die Dame von Amnesty nun zurückgetreten wurde, lag wohl weniger an russischen Propagandageschenken, sondern weil sie ihren Auftrag, solche Berichte über die Untaten der ukrainischen »Freiheitskämpfer« zu verhindern, nicht erfüllt hat.
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