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Italien: Flüchtlinge dürfen an Land

Rom. Die zivilen Seenotretter von SOS Méditerranée dürfen mehr als 300 Bootsflüchtlinge auf die italienische Insel Sizilien bringen. Die Behörden hätten der »Ocean Viking« den Hafen in Pozzallo zugewiesen, teilte die Organisation in der Nacht zu Mittwoch per Twitter mit. Die freiwilligen Helfer retteten die 306 Menschen im Mittelmeer bei insgesamt acht Einsätzen aus Seenot. Einige der Kinder, Frauen und Männer haben demnach zwölf Tage auf der »Ocean Viking« verbracht.

Zuvor hatte die Internationale Organisation für Migration (IOM) mitgeteilt, dass vor der libyschen Küste 22 Menschen aus Mali ums Leben gekommen sind, wie AFP am Dienstag abend meldete. Die sogenannte libysche Küstenwache habe 61 Überlebende von einem Schlauchboot »gerettet«, das sich bereits seit neun Tagen im Mittelmeer befunden habe. »Nach Angaben der Überlebenden starben während der Reise 22 Migranten, alle aus Mali«, sagte IOM-Sprecherin Safa Msehli. Die Todesopfer seien demnach ertrunken oder verdurstet. »Unter den Toten sind drei Kinder.« Einige der Überlebenden seien in einem sehr schlechten Gesundheitszustand geborgen und in Krankenhäuser gebracht worden, sagte Msehli. Die anderen Überlebenden wurden in ein libysches Internierungslager gebracht. (dpa/AFP/jW)

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 07.07.2022, Seite 6, Ausland

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