-
13.06.20221 Leserbrief
- → Inland
»Holodomor« laut Grünen-Chef Genozid
Berlin. Der Grünen-Kovorsitzende Omid Nouripour hat sich dafür ausgesprochen, die Hungersnot in der Ukraine zwischen 1932 und 1933 – den sogenannten Holodomor – als Genozid einzustufen. »Die Anerkennung dieses grausamen Verbrechens wäre ein wichtiges Signal der Empathie und des Geschichtsbewusstseins in Richtung der Menschen in der Ukraine«, sagte Nouripour den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonnabend). Das ukrainische Wort Holodomor steht für »Mord durch Hunger«. Es bezeichnet eine große Hungersnot, von der immer wieder behauptet wird, die politische Führung der damaligen Sowjetunion unter Josef Stalin habe sie gezielt verursacht. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
-
Armin Christ aus Löwenberger Land 13. Juni 2022 um 16:29 UhrErstens war Stalin Georgier und kein Russe und zweitens haben die aberwitzigen Maßnahmen auch die Bauern überall in der Sowjetunion betroffen. Zwangskollektivierung in Tateinheit mit der Scharlatanerie dieses Tromfin Lyssenko (ein Ukrainer!).
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!