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»Holodomor« laut Grünen-Chef Genozid

Berlin. Der Grünen-Kovorsitzende Omid Nouripour hat sich dafür ausgesprochen, die Hungersnot in der Ukraine zwischen 1932 und 1933 – den sogenannten Holodomor – als Genozid einzustufen. »Die Anerkennung dieses grausamen Verbrechens wäre ein wichtiges Signal der Empathie und des Geschichtsbewusstseins in Richtung der Menschen in der Ukraine«, sagte Nouripour den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonnabend). Das ukrainische Wort Holodomor steht für »Mord durch Hunger«. Es bezeichnet eine große Hungersnot, von der immer wieder behauptet wird, die politische Führung der damaligen Sowjetunion unter Josef Stalin habe sie gezielt verursacht. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 13.06.2022, Seite 4, Inland

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  • Armin Christ aus Löwenberger Land 13. Juni 2022 um 16:29 Uhr
    Erstens war Stalin Georgier und kein Russe und zweitens haben die aberwitzigen Maßnahmen auch die Bauern überall in der Sowjetunion betroffen. Zwangskollektivierung in Tateinheit mit der Scharlatanerie dieses Tromfin Lyssenko (ein Ukrainer!).
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