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Kanada entschädigt Indigene für Landraub

Ottawa. Kanada hat den indigenen Stamm der Siksika dafür entschädigt, dass der Staat ihm 1910 sein Land weggenommen hatte. »Wir sind heute zusammengekommen, um ein Unrecht aus der Vergangenheit wiedergutzumachen«, sagte Premierminister Justin Trudeau am Donnerstag (Ortszeit), als er das entsprechende Abkommen unterzeichnete. Die Siksika-Nation erhält demnach 1,3 Milliarden kanadische Dollar (960 Millionen Euro). Die kanadische Regierung hatte 1910 fast die Hälfte des Reservatslandes des Stammes, der zu der Stammesgruppe der Blackfoot gehört, in der Provinz Alberta in Besitz genommen, um es für die Ausbeutung von Ressourcen zu nutzen und an Siedler zu verkaufen. 30 Jahre zuvor war das Land den Siksika noch vertraglich zugesichert worden. Die Regierung habe damals »unehrenhaft gehandelt«, indem sie den Indigenen »das landwirtschaftlich produktivste und mineralienreiche Land zum Nutzen anderer« genommen habe, sagte Trudeau. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 04.06.2022, Seite 8, Ausland

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