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Nordsyrien: Türkei konkretisiert Drohungen

Istanbul. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat Ziele für einen möglichen Einmarsch in Nordsyrien genannt. Die Türkei wolle eine »neue Phase« einleiten und die Orte Tall Rifat und Manbidsch von »Terroristen« der syrischen Volksverteidigungseinheit (YPG) »säubern«, sagte Erdogan am Mittwoch. Danach sollten »schrittweise« auch andere Regionen einbezogen werden. Ankara betrachtet die Miliz als Ableger der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK). Erdogan hatte bereits vergangene Woche mit einer neuen Offensive der Türkei in dem Nachbarland gedroht, die bis zu 30 Kilometer in syrisches Gebiet führen könnte. Die Volksverteidigungseinheiten kündigten an, im Falle eines türkischen Angriffs den Kampf gegen die Dschihadistenmiliz »Islamischer Staat« (IS) einzustellen und ihre »militärischen Maßnahmen« statt dessen gegen die türkische Invasion zu richten. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 02.06.2022, Seite 1, Ausland

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