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Klage gegen London wegen Asylplänen

London. Die britische Regierung sieht sich wegen ihrer Pläne, Asylsuchende für die Dauer ihres Verfahrens nach Ruanda zu schicken, mit einer Klage konfrontiert. Die Anwälte eines Betroffenen argumentieren, dass der Plan unter anderem gegen internationales Recht und die UN-Flüchtlingskonvention verstoße, wie der Observer am Sonntag berichtete. Konkret stützt sich die Klage auf den Fall eines Iraners, dem die Abschiebung aus Großbritannien in das rund 6.500 Kilometer entfernte ostafrikanische Land droht. Das Ministerium hat dem Bericht zufolge drei Wochen Zeit, auf den rechtlichen Schritt zu reagieren. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 09.05.2022, Seite 7, Ausland

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