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London: Rufe nach Rücktritten

London. Wegen Geldstrafen in der »Partygate«-Affäre« fordert die britische Opposition mit Nachdruck den Rücktritt von Premier Boris Johnson und Finanzminister Rishi Sunak. »Sie haben das Gesetz gebrochen. Sie waren unehrlich«, sagte Ed Davey, Chef der Liberaldemokraten, am Mittwoch der BBC. Johnson ist der erste Premier, der im Amt gegen das Gesetz verstoßen hat. Dennoch stellten sich viele Kabinettsmitglieder sowie Abgeordnete der Tories hinter ihren Premier. Die Liberaldemokraten sowie die größte Oppositionspartei Labour und die Schottische Nationalpartei (SNP) fordern, wegen der Strafen das Parlament trotz der Osterpause einzuberufen. Auch die Regierungschefs von Schottland und Wales, Nicola Sturgeon (SNP) und Mark Drakeford (­Labour), fordern Johnsons Rücktritt. Downing Street hatte am Vortag mitgeteilt, dass Johnson sowie seine Ehefrau und Sunak je einen Strafbescheid wegen des Bruchs von Coronaregeln erhalten haben. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 14.04.2022, Seite 7, Ausland

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