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Erste Meldestelle für Antisemitismus in NRW

Düsseldorf. Die erste landesweite Meldestelle für antisemitische Vorfälle in Nordrhein-Westfalen hat ihre Arbeit aufgenommen. »So wichtig es ist, antisemitische Straftaten zu verfolgen, beispielsweise mit der Polizei, so wichtig ist es auch, so früh wie möglich zu erkennen, wo es antisemitische Einstellungen gibt«, sagte die Antisemitismusbeauftragte Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) am Dienstag in Düsseldorf. Betroffene könnten sich nun an die Meldestelle wenden, auch wenn noch keine Straftat vorliege. In einigen anderen Bundesländern gibt es die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) bereits, darunter in Bayern, Thüringen und Niedersachsen. Die nordrhein-westfälische Landesregierung finanziert die Meldestelle nun nach eigenen Angaben mit 266.000 Euro im Jahr. Es seien weitere Meldestellen geplant, darunter zu Antiziganismus und Queerfeindlichkeit, sagte Andreas Bothe (FDP), Staatssekretär im Integrationsministerium. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 13.04.2022, Seite 15, Antifaschismus

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