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Faschistischer Funktionär gestorben

Verden. Der seit Jahrzehnten aktive Neonazifunktionär Rigolf Hennig ist nach Angaben des Portals Endstation rechts am 19. März mit 86 Jahren verstorben. Der Arzt war zuerst als Vorstandsmitglied des wehrpolitischen Arbeitskreises der CSU tätig, ehe er sich ab Ende der 80er Jahre in Parteien wie den Republikanern, der Deutschen Liga für Volk und Heimat sowie der NPD engagierte; für letztere zog er 2006 und 2011 in den Stadtrat und Kreistag von Verden (Niedersachsen) ein. Hennig war Landesleiter des 2017 aufgelösten geschichtsrevisionistischen Netzwerkes Europäische Aktion und wurde wegen Holocaustleugnung 2017 zu einer Haftstrafe verurteilt, die im Berufungsverfahren in eine Bewährungsstrafe umgewandelt wurde. Als der AfD-Politiker Björn Höcke 2017 im Verdacht stand, unter dem Pseudonym Landolf Ladig in der Zeitung Volk in Bewegung – Der Reichsbote publiziert zu haben, präsentierte der Herausgeber, NPD-Vorstandsmitglied Thorsten Heise, Hennig als angeblichen Verfasser der Texte. »Sein Vermächtnis ist das Deutsche Reich«, sagte Heise über den Verstorbenen. »Ein großes Licht ist erloschen«, schrieb der Chef der separatistisch-faschistischen Freien Sachsen, Martin Kohlmann, zum Tod des auch im »Reichsbürger«-Spektrum aktiven Hennig. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 23.03.2022, Seite 15, Antifaschismus

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