-
14.01.2022
- → Feminismus
BRD: Anrede »Fräulein« seit 50 Jahren passé
Hamburg. Vor 50 Jahren wurde die Anrede »Fräulein« aus dem dienstlichen Sprachgebrauch der Behörden des Bundes verbannt. Ein am 16. Januar 1972 vom damaligen Innenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) herausgegebener Erlass legte fest, dass Frauen von Amts wegen nur als »Frau« anzureden seien. Er ist bis heute gültig. Seit 1869 unterschieden die Behörden in Preußen zwischen »Frau« und »Fräulein« und legten damit die Basis für eine jahrzehntelange Praxis in ganz Deutschland. Bis weit in die Mitte des 20. Jahrhunderts war »Fräulein« im Alltag allgegenwärtig. (AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!