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Indien: Militär erschießt 15 Zivilisten

Neu-Delhi. Im Zuge eines Einsatzes der Armee gegen mutmaßliche »Rebellen« sind im äußersten Nordosten Indiens laut Medienberichten mindestens 15 Zivilisten und ein Soldat ums Leben gekommen. Die Soldaten hätten am Samstag abend in Mon im Bundesstaat Nagaland »Aufständischen« aufgelauert, aber irrtümlich das Feuer auf einen Kleintransporter mit Bergarbeitern eröffnet, berichteten Medien am Sonntag. Sechs Bergleute seien dabei getötet worden. Daraufhin hätten wütende Dorfbewohner zwei Armeefahrzeuge angezündet und die Soldaten angegriffen. Als diese in »Selbstverteidigung« auf die Menschenmenge schossen, seien sieben weitere Menschen getötet worden, meldete der Sender NDTV. Der indische Innenminister Amit Shah ordnete eine Untersuchung an. In Nagaland kämpft unter anderem der Nationale Sozialistische Rat von Nagaland (Khaplang) gegen die Regierung in Neu-Delhi. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 06.12.2021, Seite 1, Ausland

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