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Vorwürfe gegen London und Paris nach Bootsunglück

Calais. Eine Woche nach dem Kentern eines Flüchtlingsboots im Ärmelkanal, dabei kamen mindestens 27 Menschen um, haben Überlebende schwere Vorwürfe gegen britische und französische Behörden erhoben. Gegenüber dem französischen Sender BFM TV erklärte ein Überlebender am Mittwoch, kurz vor dem Untergang hätten die Menschen im Boot die französische Küstenwache kontaktiert, die sie jedoch an die britische Seite verwiesen habe. »Daraufhin haben wir die britische Polizei angerufen, und die hat gesagt, ruft die französische Polizei an«, sagte der 21jährige. »Großbritannien hätte uns helfen müssen, weil wir in britischen Gewässern ertrunken sind, aber es hat uns nicht geholfen und nichts für uns getan.« (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 02.12.2021, Seite 2, Ausland

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