-
07.10.2021
- → Ausland
USA: Geistig behinderter Mörder hingerichtet
Washington. Im US-Bundesstaat Missouri ist ein verurteilter Mörder mit einer geistigen Behinderung hingerichtet worden. Der 61jährige Ernest Lee Johnson wurde am Dienstag (Ortszeit) mit einer Giftspritze exekutiert, wie die Behörden mitteilten. Der republikanische Gouverneur von Missouri, Mike Parson, hatte Forderungen der Anwälte des Mannes, ihn aufgrund seiner geistigen Behinderung von der Todesstrafe zu verschonen, nicht gelten lassen. Laut der »Initiative Hoffnung fürs Leben« wurde Johnson mit einem fetalen Alkoholsyndrom geboren und war schon früh von einem sehr niedrigen Intelligenzquotienten gezeichnet. Ein Fünftel seines Gehirns verlor er bei einer Operation im Jahr 2008. Die Hinrichtung geistig Behinderter ist in den USA seit längerem verboten – die genaue Definition einer geistigen Behinderung ist jedoch den Bundesstaaten überlassen. (AFP/jW)
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
