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Tigray: Weitere Vorwürfe an äthiopische Regierung

Addis Abeba. Nach Amnesty International wirft auch Human Rights Watch (HRW) militärischen Einheiten vor, im Tigray-Konflikt in Äthiopien ein Massaker verübt zu haben. Schätzungen zufolge hätten Soldaten in Axum in der Region Tigray an zwei Tagen Ende November mehr als 200 Zivilisten getötet, teilte HRW am Freitag mit. Gefordert wurde eine unabhängige Untersuchung der UNO zu möglichen Kriegsverbrechen. Nach der Militäroffensive der äthiopischen Regierung gegen die abtrünnige Provinz hatten sich demnach Tigrays regionale Kräfte aus der Stadt Axum zurückgezogen. Daraufhin hätten laut HRW unter Berufung auf Augenzeugen äthiopische und eritreische Truppen willkürlich auf Zivilisten geschossen. Rund eine Woche lang sei es zu Plünderungen gekommen. Milizen aus Tigray und Bewohner von Axum reagierten mit Angriffen, woraufhin es zu dem Massaker kam. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 06.03.2021, Seite 6, Ausland

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