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Strafanzeige wegen Journalistenmord

Karlsruhe. Die Organisation »Reporter ohne Grenzen« hat beim Generalbundesanwalt Strafanzeige gegen Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman gestellt. Er sei mutmaßlich hauptverantwortlich für den Mord an dem Journalisten Dschamal Chaschukdschi (englische Umschrift: Jamal Khashoggi) und die Inhaftierung von mehr als 30 saudischen Journalistinnen und Journalisten, teilte die deutsche Sektion von »Reporters sans frontières« (RSF) am Dienstag mit.

»RSF fordert den Generalbundesanwalt dazu auf, eine formelle Untersuchung dieser Verbrechen einzuleiten«, heißt es in der Anzeige, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Die Organisation beruft sich auf das sogenannte Weltrechtsprinzip: Täter sollen nirgendwo Zuflucht finden. Danach verfolgt die Bundesanwaltschaft Verbrechen nach dem 2002 in Kraft getretenen Völkerstrafgesetzbuch (VStGB). Chaschukdschi, der im Exil in den USA lebte, war am 2. Oktober 2018 im saudischen Konsulat in Istanbul von einem Spezialkommando aus Riad ermordet worden. Von seinem Leichnam fehlt bis heute jede Spur. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 04.03.2021, Seite 15, Medien

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