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Grüne für Ausweitung von Frauenquote

Berlin. Die Grünen im Bundestag fordern eine Frauenquote für Unternehmen, die über die zwischen Union und SPD vereinbarten Pläne deutlich hinausgeht. In einem Antrag der Fraktion, der der Deutschen Presseagentur am Mittwoch vorlag, verlangten sie ab 2021 unter anderem eine Mindestquote von 33 Prozent für Frauen bei der Neubesetzung von Unternehmensvorständen bei Unternehmen, die börsennotiert und gleichzeitig mitbestimmt sind. 2025 soll diese Quote auf 40 Prozent steigen, wenn es vier oder mehr Vorstandsposten gibt. Die geltende Quote von 30 Prozent Frauenanteil für Aufsichtsräte wollen die Grünen auf 40 Prozent anheben und für mehr Unternehmen verbindlich machen.

In Deutschland gilt für Aufsichtsräte sowohl börsennotierter als auch paritätisch mitbestimmter Unternehmen eine Frauenquote von 30 Prozent, das betrifft gut 100 Unternehmen. Entweder börsennotiert oder mitbestimmt sind nach Angaben des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung rund 3.500 Unternehmen. Union und SPD hatten sich im November auf eine Frauenquote in Vorständen mit mehr als drei Mitgliedern in börsennotierten und paritätisch mitbestimmten Unternehmen geeinigt: Diesen soll spätestens ab einer Neubesetzung mindestens eine Frau angehören. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 18.12.2020, Seite 15, Feminismus

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