-
03.12.2020
- → Inland
Halle-Prozess: Vorwurf gegen Eltern des Täters
Magdeburg. Im Prozess um den rechtsterroristischen Anschlag auf die Synagoge in Halle hat eine Vertreterin der Nebenklage am Mittwoch die Familie des Angeklagten Stephan Balliet für die Taten mitverantwortlich gemacht. Sie vertritt zwei Überlebende. Eltern und Schwester hatten vor Gericht die Aussage verweigert, laut Balliet aber nichts von den Plänen gewusst. Am 9. Oktober 2019 hatte er versucht, 51 Menschen zu töten, die in der Synagoge den höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur feierten. Er scheiterte an der massiven Tür, erschoss daraufhin eine Passantin, später einen jungen Mann in einem Döner-Imbiss und verletzte weitere Menschen. Das Urteil wird voraussichtlich am 21. Dezember verkündet. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!