Zum Inhalt der Seite

Urteil gegen rechten Videoblogger Nerling

München. Der Videoblogger Nikolai Nerling ist wegen Holocaustleugnung zu einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu je 40 Euro verurteilt worden. Das entschied das Landgericht München am Freitag, wie die Süddeutsche Zeitung berichtete. Das Gericht bestätigte damit das Urteil des Amtsgerichts Dachau vom Dezember 2019 gegen Nerling, der sich im Internet als »Volkslehrer« einen Namen gemacht hatte. Im Februar 2019 war er mit einem Begleiter zur KZ-Gedenkstätte Dachau gereist, um dort ein Video zu drehen. Nach Zeugenaussagen hatte Nerling Schülern sinngemäß erklärt, sie sollten nicht alles glauben, was ihnen dort erzählt werde. Nerling kündigte dem Blatt zufolge an, in Revision zu gehen. (jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 02.12.2020, Seite 15, Antifaschismus

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!