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Anstieg häuslicher Gewalt verzeichnet

Berlin. Die offizielle Zahl der Gewaltdelikte in Beziehungen ist laut Statistik des Bundeskriminalamts (BKA) bereits im Jahr 2019 gestiegen. Insgesamt wurden fast 142.000 solcher Gewalttaten polizeilich erfasst, knapp ein Prozent mehr als im Jahr zuvor, wie aus der am Dienstag veröffentlichten Statistik Partnerschaftsgewalt 2019 hervorgeht. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) und BKA-Präsident Holger Münch stellten sie am Dienstag in Berlin vor. »Die Zahlen sind nach wie vor steigend, auf hohem Niveau, und sie sind schockierend«, sagte Giffey. 81 Prozent der Betroffenen waren Frauen, durchschnittlich an fast jedem dritten Tag werde eine Frau in Deutschland von ihrem Partner getötet. Alle 45 Minuten werde statistisch gesehen eine Frau Opfer von vollendeter und versuchter gefährlicher Körperverletzung durch den Partner. Laut der Statistik waren 79 Prozent der Täter männlich und 81 Prozent der Opfer weiblich. »Jeder kann entscheiden, ob er wegsieht oder hinsieht«, sagte Giffey. Auch Münch betonte, trotz der aktuell gebotenen physischen Distanz sei es wichtig, dass Angehörige und Freunde aufmerksam blieben und sich bei Verdachtsmomenten an eine Beratungsstelle oder die Polizei wendeten. Im laufenden Jahr wird wegen der vielfach verordneten Quarantäne mit einem weiteren Anstieg gerechnet. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 13.11.2020, Seite 15, Feminismus

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