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Türkei will gegen Charlie Hebdo vorgehen

Istanbul. Die Türkei hat nach der Veröffentlichung einer Karikatur von Präsident Recep Tayyip Erdogan durch die französische Satirezeitung Charlie Hebdo juristische und diplomatische Schritte angekündigt. Gegen die »niederträchtige Karikatur« würden die »notwendigen« Maßnahmen ergriffen, teilte das türkische Präsidialamt am Mittwoch mit. Die Staatsanwaltschaft von Ankara leitete Ermittlungen gegen die Leitung von Charlie Hebdo ein. Erdogans Kommunikationsdirektor Fahrettin Altun warf dem Magazin am späten Dienstag abend »kulturellen Rassismus« vor. »Die antimuslimische Agenda des französischen Präsidenten Emmanuel Macron trägt Früchte!« schrieb Altun auf Twitter. Die Beziehungen zwischen Frankreich und der Türkei sind seit Tagen angespannt. Auslöser waren Äußerungen Macrons zu Meinungsfreiheit und zum Islam nach dem Tod des Lehrers Samuel Paty, der mutmaßlich von einem Islamisten enthauptet worden war. (AFP/dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 29.10.2020, Seite 7, Ausland

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