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Halle-Prozess: Scharfe Kritik an Behörden

Magdeburg. Beim Prozess um den Anschlag von Halle am 9.10.2019 hat eine weitere Überlebende aus der Synagoge den Umgang der Polizei mit den Opfern beklagt. Die Beamten seien »unsensibel und fahrlässig« mit den Überlebenden umgegangen, sagte die 30jährige am Mittwoch in Magdeburg. Dies sei für viele Betroffene nach dem Anschlag ein zweites Trauma gewesen. Die Polizisten hätten so gut wie keine Ahnung von jüdischen Traditionen, wären von den Angegriffenen genervt gewesen und hätten sich nicht um deren Belange gekümmert. Insgesamt würde der deutsche Staat die Mitglieder der jüdischen Gemeinde auch nicht bei der Teilnahme am Prozess unterstützen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 03.09.2020, Seite 4, Inland

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